Grammostola alticeps![]() Bodenbewohner Verbreitungsgebiet: Grenzgebiet zwischen Brasilien und Uruguay
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Grammostola grossa ![]() Grammostola pulchripes Grammostola mollicoma Bodenbewohner Verbreitungsgebiet: Brasilien Hier gibt es so
einiges an Verwirrung bei der Artenbezeichnung. In der
Regel herrscht die Meinung vor, daß Grammostola
pulchripes als identisch mit Tapinauchenius grossa
erkannt wurde und die beiden Arten daher zu Grammostola
grossa zusammengeführt wurden. Seit ca. 2 Jahren gilt
daher Grammostola grossa als gültige Bezeichnung für
Grammostola pulchripes. Grammostola mollicoma galt als
eigene und seltene Art. Wie uns jetzt aber von H.W. Auer,
der sich auf Platnick bezieht, mitgeteilt wurde,
entspricht das wohl nicht ganz den Tatsachen. Demnach ist
Grammostola pulchripes ein ungültiges Synonym für
Grammostola mollicoma (!). Desweiteren soll Dr. Günter
Schmidt Anfang der 90iger Jahre die Art Tapinauchenius
grossa genau untersucht und dabei festgestellt haben,
daß es sich bei Tapinauchenius grossa eigentlich um eine
Grammostola-Art handelt, die er als identisch mit
Grammostola pulchripes erkannte. So kam die Bezeichnung
Grammostola grossa zustande. Grammostola pulchripes wurde
also wohl längere Zeit fälschlicherweise als
Bezeichnung für Grammostola mollicoma benutzt. Die
eigentliche Grammostola pulchripes ist inzwischen als
identisch mit Tapinauchenius grossa erkannt und daher in
Grammostola grossa umbenannt worden. Dadurch fällt die
Bezeichnung Grammostola pulchripes ganz weg. Es ist zu
befürchten, daß aufgrund mangelnder Information und
daraus entstandener falscher Artenbezeichnung bereits
unbeabsichtigt Hybriden dieser beiden Arten (Grammostola Insgesamt gesehen deutet einiges darauf hin, daß die obige "Geschichte" stimmt. Daher Augen auf beim Grossa-Kauf. Besonders apart ist in diesem Zusammenhang, daß immer mal wieder (wenn auch recht selten) Spiderlinge als "echte" Mollicoma-Spiderlinge zu horrenden Preisen angeboten werden. Den absoluten Rekord hält ein Angebot, das wir auf einer Börse gesehen haben: DM 130,- (!!!) für einen einzigen angeblichen Mollicoma-Spiderling. |
Grammostola iheringi![]() Bodenbewohner Verbreitungsgebiet: Süden Brasiliens Dies ist bestimmt eine der schönsten Grammostola-Arten. Die Farbe der Beine ist rauchgrau mit langen Haaren, die an den Spitzen hell sind. Die Behaarung auf dem Abdomen ist rot. Die Beine wirken, im Vergleich mit anderen Grammostola-Arten ziemlich lang, auch bei den Weibchen. Die Art wird mittelgroß. Unser subadultes Weibchen ist friedlich, aktiv und verfressen. Nur vor einer Häutung ziehen sich die Tiere für längere Zeit ganz in ihre Höhle zurück. Grammostola iheringi ist eher selten erhältlich. Dieses schöne Foto haben wir von Isabel erhalten. |
Grammostola pulchra![]() Bodenbewohner Verbreitungsgebiet: Süden Brasiliens und Norden Uruguays Das lateinische
Wort "pulcher" bedeutet "schön" und
schön sind diese Vogelspinnen mit ihrer tief-schwarzen
Farbe, die unter bestimmtem Lichteinfall fast
blau-schwarz wirkt, wie man auf dem Bild rechts gut sehen
kann. Die Tiere werden mittelgroß und sind friedlich.
Vom Verhalten her ähneln sie Grammostola rosea, sind
aber aktiver als diese. Unser Weibchen ist außerdem
ziemlich verfressen. Sie ist die meiste Zeit außerhalb
ihres Unterschlupfes zu sehen. Sie liebt es mehr trocken,
als feucht. Grammostola pulchra wird leider nicht allzu
häufig angeboten. Das Bild rechts oben zeigt ein
subadultes Weibchen und das Bild unten ein adultes
Weibchen. |
Grammostola rosea![]() Bodenbewohner Verbreitungsgebiet: Chile, Argentinien, Bolivien, Peru Es gibt drei
Grammostola-Arten, die sich sehr ähnlich sind:
Grammostola rosea, Grammostola cala und Grammostola
spatulata. Vor einiger Zeit wurden diese Tiere zeitweise
unter dem Namen Grammostola cala zusammengefasst. Das hat
sich inzwischen wieder geändert. Angeblich ist
Grammostola cala nie eine eigene Art gewesen, sondern ist
identisch mit Grammostola spatulata. Diese wiederum wurde
jetzt als identisch mit Grammostola rosea erkannt. Es handelt sich um eine friedliche, mittelgroß werdende Art, die leicht zu pflegen ist. Insbesondere die tief kupferfarbene Variante sieht zudem sehr schön aus. Die Tiere sind nacht- und teilweise auch tagaktiv und fast nur außerhalb ihres Unterschlupfes zu sehen, wobei sie meistens auf der Korkrinde ihres Unterschlupfes sitzt. Berichten, wonach diese Spinne langweilig ist und nur selten frißt, können wir nicht beistimmen. Unser Tier frißt regelmäßig und sitzt auch nicht von morgens bis abends auf dem selben Fleck. Beim Öffnen des Terrariums und bei Arbeiten im Terrarium läuft sie meist erstmal in Richtung der Störung, dann aber meist auch gleich wieder weg, oder sie bleibt einfach sitzen und wartet ab. Wenn man sie auf die Hand nehmen will, passiert in etwa dasselbe: kurz auf die Hand zulaufen, umdrehen und wieder weglaufen. Dann läßt sie sich aber meist problemlos auf die Hand lenken. Aber auch hier gilt: häufiges Anfassen bedeutet die Friedfertigkeit des Tieres ausnutzen und für die Spinne bedeutet es Stress. Sie sollte mehr trocken als feucht gehalten werden. In der Regel langt es, die Pflanzen im Terrarium regelmäßig zu gießen. Grammostola rosea braucht auch Tageslicht, keinesfalls aber direkte Sonneneinstrahlung. Ideale Anfängerspinne.
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