Avicularia ulrichea![]() Baumbewohner Verbreitungsgebiet: Peru, Grenzgebiete zu Brasilien Sehr ruhige, friedliche Avicularia-Art mit wenig bis gar keiner Neigung zu springen. Läßt sich relativ leicht auf die Hand nehmen. Frisst im Vergleich zu anderen Avi-Arten ziemlich viel. Die Tiere sind hauptsächlich nacht- manchmal auch tagaktiv. Gelegentlich werden sie aus Unkenntnis unter der Bezeichnung Avicularia Peru Spec. angeboten. Wegen ihrer Gutmütigkeit kann diese Spinne auch von Anfängern gepflegt werden. |
Avicularia urticans![]() Baumbewohner Verbreitungsgebiet: Peru Friedliche und sehr schnelle Avicularia-Art. Die Grundfärbung ist schwarz bis dunkelbraun. Die Behaarung ist sehr dicht, wobei die Haarspitzen weiß sind. Die Tiere zeigen keine Scheu, sind eher neugierig. Die Weibchen erreichen gut 5 cm Körperlänge. Unser adultes Männchen ist fast genauso groß, in der Grundfärbung jedoch tief schwarz. Einige Tage nach der Reifehäutung des Männchens gingen wir auf einer in der Nähe stattfindenden Börse auf die Suche nach einem Weibchen. Wir fanden auch eines, angeblich garantiert Weibchen, geschlechtsreif und frisch gehäutet. Nachdem das Weibchen sich eingewöhnt hatte, setzten wir das Männchen dazu. Die Tiere verhielten sich sehr friedlich zueinander, wobei das Männchen sich große Mühe gab, wie wild trommelte und versuchte an das Weibchen heranzukommen, welches sich aber nicht aus seinem Wohngespinst herausbewegte. Das Männchen fing an Löcher in das Wohngespinst zu reißen, was das Weibchen zwar vielleicht nicht so toll fand, es unternahm aber auch nichts dagegen. Schließlich kletterte das Männchen zum Weibchen in das Wohngespinst. Dort saßen beide dann friedlich beeinander. Während mehrerer Wochen lebten Männchen und Weibchen so in einem Terrarium zusammen. Immer wieder konnte wir beobachten, wie das Männchen versuchte, das Weibchen zur Paarung zu bewegen. Selbst Berührungen, die schon fast wie Streicheln aussahen, konnten wir beobachten. Das Weibchen schien jedoch nach wie vor irgendwie desinteressiert. Irgendwann verlor das Männchen dann aber wohl die Lust und die zwei lebten rein platonisch miteinander. Eines Morgens jedoch hatte die Herrlichkeit ein Ende. Das garantiert geschlechtsreife, frisch gehäutete Weibchen hatte sich über Nacht erneut gehäutet und wir waren jetzt Besitzer eines zweiten schönen großen Männchen. Obwohl sich die beiden auch weiterhin friedlich zueinander verhielten, haben wir die Junggesellen-Wohngemeinschaft dann nach einiger Zeit aufgelöst. Einer der beiden hat inzwischen bei einem anderen Pfleger ein Weibchen gefunden. Der andere ist oben auf dem Foto zu sehen. Marcus Hummler berichtet, daß sich sein Urticans-Weibchen recht aggressiv verhält. Manchmal geht das Tier schon in eine Drohstellung, wenn das Terrarium geöffnet wird. Ein solches Verhalten einer normalerweise friedlichen Art ist ungewöhnlich, selbst, wenn man berücksichtigt, daß Vogelspinnen Individualisten sind und sich selbst Tiere ein und derselben Art unterschiedlich verhalten können. Bei allen uns bisher bekannten Fällen von außergewöhnlich aggressivem oder auch nur extrem scheuen Verhalten von Vogelspinnen der als friedlich bekannten Arten, gab es jedoch einen gemeinsamen Nenner: die Tiere hatten schlechte Erfahrungen gemacht. Sie wurden entweder von ihren Vorbesitzern über längere Zeit vernachlässigt und unter schlechten Bedingungen gehalten und waren zudem häufig unterernährt, als sie zu ihren neuen Besitzern kamen, oder aber es handelte sich um Wildfangtiere, die längere Zeit in viel zu kleinen Behältnissen und mit wenig oder gar keinem Futter und Wasser ausharren mußten. Andererseits wissen wir auch von genug vernachlässigten Tieren oder Wildfangtieren, die unter den zuvor genannten Bedingungen ausharren mußten, daß sie sich nach einer Eingewöhnungsphase und nachdem sie sich bei ihren neuen Pflegern erholt hatten, völlig normal verhielten. Es kann daher natürlich angezweifelt werden, daß abnormes Verhalten wirklich auf so etwas wie schlechte Erfahrung zurückzuführen ist. Das würde ja letztendlich auch bedeuten, daß Vogelspinnen so etwas wie ein Erinnerungsvermögen haben. Andererseits ist es auch nicht auszuschließen, daß einige Tiere schlechte Erfahrungen besser verkraften, als andere. Schließlich sind Vogelspinnen ja nun mal Individualisten, möglicherweise sogar mit einer Art Erinnerungsvermögen. |
Avicularia versicolor![]() Baumbewohner Verbreitungsgebiet: Martinique, Guadeloupe
Hier noch eine Versi-Geschichte, die uns von Lauda berichtet wurde: eine kleine Kugelspinne hatte sich in das Terrarium einer Versicolor eingeschlichen. Der kleine Untermieter wurde im Terrarium gelassen, da schließlich kaum anzunehmen war, daß so ein kleines Tierchen von knapp Futtertiergröße einer Versicolor mit immerhin 5 cm Körperlänge gefährlich werden könnte. Eines Morgens war der Schock dann groß: die Kugelspinne war gerade dabei, die bei weitem größere Versicolor einzuspinnen. Wahrscheinlich wollte sich die Versi von oben auf ihren Untermieter stürzen und hat sich dabei in einigen seiner Fangfäden verfangen. Zum Glück konnte die Versi noch rechtzeitig befreit und gerettet werden. Sie war zwar zuerst etwas angeschlagen, hat sich aber wieder gut erholt. |
Brachypelma albopilosum![]() Bodenbewohner Verbreitungsgebiet: Costa Rica Sehr ruhige, friedliche Brachypelma-Art, die auch in die Hand genommen werden kann. Als Anfängerspinne bestens geeignet, da sie nicht nur friedlich, sondern in der Pflege auch anspruchslos ist. Sie sieht außerdem sehr schön aus. Ihren deutschen Namen "Kraushaarvogelspinne" hat sie von ihren, im Vergleich zu ihrer dunklen Grundfärbung hellen, an den Spitzen gebogenen Haaren, die ein bißchen wie gekräuselt aussehen. Das Tier bekommt dadurch ein etwas wuscheliges Aussehen. Brachypelma albopilosum neigt bei stärkeren Störungen (dazu gehört auch das Anfassen) dazu, zu bombardieren. Einmal auf die Hand gelenkt, hört sie aber in der Regel damit auf. Das abgebildete Tier ist noch subadult. |
Brachypelma angustum![]() Bodenbewohner Verbreitungsgebiet: Costa Rica Dies ist ebenfalls
eine sehr ruhige, friedliche Brachypelma-Art, die im
Verhalten ähnlich wie Brachypelma albopilosum ist. Wie
so viele Jungtiere von Bodenbewohnern neigen auch die
Jungtiere von Brachypelma angustum dazu, sich
einzubuddeln und so sieht man sie manchmal wochenlang
nicht. Mit zunehmendem Alter kommen sie aber immer
häufiger heraus und die adulten Tiere sind oft
außerhalb ihres Unterschlupfes zu sehen. Vom Aussehen
her ähneln die Tiere stark Brachypelma vagans und
Brachypelma sabulosum. Dies gilt insbesondere für
Jungtiere, weshalb sie mit diesen beiden Arten schnell
verwechselt werden können. Die adulten Tiere werden
recht groß, bis zu 8 cm Körperlänge. Diese Art ist
nicht so oft erhältlich, vermutlich weil selten gefragt,
was wiederum daran liegen kann, daß sie, obwohl sie sehr
schön aussieht, nicht so bunt gefärbt ist. Wie so viele
friedliche Arten macht sie aber das, was ihr an Farben
fehlt, durch ihre Gutmütigkeit wett. Die Tiere lieben es
ziemlich feucht. In der Nähe des Unterschlupfes sollte
es jedoch etwas trockener sein. Wir haben drei
Brachypelma angustum als winzige Spiderlinge bekommen und
großgezogen. Eine davon wurde als Jungtier häufiger in
die Hand genommen, was sie sich völlig problemlos
gefallen ließ. Mit dem Älterwerden |
Brachypelma auratum![]() Bodenbewohner Verbreitungsgebiet: Mexiko
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