Lasiodora striatipes

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Brasilien

Vom Namen her wird diese Art immer wieder mit Lasiodores striatus verwechselt, bzw. gleichgestellt. Es handelt sich jedoch um zwei verschiedene Arten. Lasiodora striatipes wird mit einer Körperlänge von gut 6 cm nicht so groß wie Lasiodores striatus. Auch sieht sie etwas anders aus. Charakteristisch sind ihre hellen Haare an den Beinen, die bei bestimmtem Lichteinfall fast weißlich wirken. Diese Behaarung findet sich teilweise auch auf dem Abdomen. Ansonsten sind die Abdominalhaare rötlich gefärbt. Zwar bombardiert sie, wie alle Lasiodora-Arten, recht gern, ist aber ansonsten relativ friedlich und recht gut zu halten. Auch Anfänger können es mit ihr versuchen.

Auf den Fotos ist ein adultes, aber noch nicht ausgewachsenes Weibchen zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Poecilotheria regalis

Baumbewohner

Verbreitungsgebiet: Indien

Wie alle Poecilotheria-Arten ist auch Poecilotheria regalis wunderschön gefärbt. Sie wird recht groß und kann eine Körperlänge von gut 8 cm erreichen. Damit ist sie wahrscheinlich die größte Vertreterin der Gattung Poecilotheria. Wie alle Poecilotheria-Arten ist auch Poecilotheria regalis sehr schnell. Sie gilt als relativ aggressiv. Allein schon wegen ihrer Schnelligkeit ist sie Anfängern nicht zu empfehlen. Wer jedoch ein solches Tier einmal gepflegt hat, wird es nicht mehr missen wollen. Die Tiere sind einfach zu schön, fast schon ästhetisch. Das Foto zeigt ein Jungtier, welches sich bisher eigentlich als relativ friedlich erwiesen hat. Beim Einsetzen ins Terrarium waren wir sehr vorsichtig. Der Transportbehälter wurde samt Poeci ins Terrarium gestellt und dort geöffnet. Da das Tierchen von alleine den Transportbehälter nicht verlassen wollte, haben wir es nach einer Weile leicht an einem der hinteren Beinchen angestupst. Daraufhin bewegte es sich langsam in Richtung Transportbehälteröffnung und aus dieser hinaus, krabbelte auf den Bodengrund und dann die Scheiben hinauf. Plötzlich fing es dann an zu rennen, und zwar aus dem Terrarium hinaus, direkt auf Ralph's Arm, blitzschnell in den Ärmel seines T-Shirts und ließ sich dann in seiner Achselhöhle nieder. Dort schien es ihr dann recht gut zu gefallen. Jedenfalls bewegte sie sich während der Entfernung des T-Shirts keinen Millimeter. Anschließend haben wir versucht das Tier mit einer Heimchendose in der Achselhöhle zu fangen. Leider sind Achselhöhlen keine ebenen Flächen und so nutzte unsere Poeci auch sofort einen kleinen Spalt, um blitzschnell zu entkommen und ihre Entdeckungsreise fortzusetzen. Weiter gings über den Nacken, kurz mal den Rücken runter und gleich wieder hoch, kleine Verschnaupfpause hinterm Ohr und dann ganz hinauf auf den Kopf. Da ihr die Höhenluft wohl gefiel, verweilte sie dort ein wenig und so war es möglich, sie mittels einer Heimchendose von ihrem Aussichtspunkt herunterzuholen und endlich in ihr Terrarium zu setzen. Dort ging sie dann weiter auf Entdeckungsreise, ließ sich aber mittels eines Heimchens, schnell zum Abendessen überreden. Inzwischen hat sie sich eingewöhnt und bisher keinen weiteren Ausbruchsversuch unternommen. Trotzdem sind wir beim Versorgen des Tieres immer etwas vorsichtig, halten eine Heimchendose bereit und T-Shirts, Achselhöhlen, Ohren und ähnliche Anziehungspunkte fern.

Das Bild hier links wurde uns von Ronny Jung überlassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ceratogyrus sanderi

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Südafrika, hauptsächlich Namibia

Auch diese Art gehört zu den afrikanischen Höckervogelspinnen, so genannt, weil sie ein Horn bzw. einen Höcker auf dem Charapax tragen. Das Horn von Ceratogyrus sanderi ist allerdings kaum ausgeprägt. Vom Verhalten her ist sie ähnlich Ceratogyrus bechuanicus. Auch sie gilt, wie alle Afrikaner, als aggressiv. Genau, wie Ceratogyrus bechuanicus hat sich unser adultes Weibchen bisher jedoch noch nie aggressiv verhalten. Im Gegenteil. Wir können sie sogar auf die Hand nehmen. Möglicherweise handelt es sich hier um eine weitere afrikanische Art, mit der es auch Anfänger versuchen können. Allerdings ist diese Art bisher nur sehr selten erhältlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aphonopelma moorei

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Mexiko

Diese Art ist bei uns noch kaum bekannt. Sie wurde erst 1991 entdeckt. Unser Weibchen haben wir dann auch auf einer Börse erworben, wo es als Aphonopelma crinirufum angeboten wurde. Aphonopelma crinirufum sieht nun aber völlig anders aus. Wir vermuteten zuerst eine Namensverwechslung mit Aphonopelma crinitum. Zum einen wies das Tier eine gewisse Ähnlichkeit mit Aphonopelma crinitum auf und zum anderen klingt ja auch "crinirufum" und "crinitum" etwas ähnlich. Allerdings waren wir doch auch etwas im Zweifel, ob es sich bei dem Tier wirklich um Aphonopelma crinitum handelt. Jetzt, nach einer Häutung, sind wir uns fast völlig sicher, daß es sich nicht um Aphonopelma crinitum, sondern um Aphonopelma moorei handelt. Die Ähnlichkeit mit Aphonopelma moorei ist größer als die mit Aphonopelma crinitum und auch die Beschreibung bestimmter Merkmale von Aphonopelma moorei treffen auf unser Tier zu. Die ganze Geschichte zeigt leider auch wieder mal, wie "sicher" manche Händlerangaben sind.

Unser Tier hat sich bisher friedlich verhalten noch noch keine Aggressionen gezeigt. Sie scheint es mehr trocken als feucht zu mögen. Es handelt sich um ein adultes, aber vermutlich noch recht junges Weibchen. Die Körperlänge beträgt ca. 6 cm.