Vitalius cristatus

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Brasilien

Dies ist eine wunderschöne, farbenprächtige Vogelspinne. Sie wird in letzter Zeit häufiger angeboten, allerdings noch immer zu ziemlich hohen Preisen. Die Tiere lieben es warm, aber nicht allzu feucht. Vitalius cristatus ist eine friedliche Vogelspinne, die mit einer Körperlänge von ca. 6 cm zu den mittelgroßen Vogelspinnen gehört. Sie sieht Acanthoscurria geniculata recht ähnlich und kann daher leicht mit dieser verwechselt werden.

 

 

 

 

 

 

Homoeomma Spec. 1

(Paraphysa Spec. blau)

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: unsicher, wahrscheinlich Paraguay

Diese Tiere werden von Zeit zu Zeit angeboten, teils unter verschiedenen Namen. Es handelt sich um eine friedliche, recht groß werdende Vogelspinne mit einer grau-blauen Färbung. Unser Tier ist in der Haltung anspruchslos und kein allzu großer Fresser. Sie mag es eher trocken als feucht und ist auch tagsüber häufig außerhalb ihres Unterschlupfes zu sehen. Die Art kann mit Pamphobeteus ultramarinus verwechselt werden. Früher wurden die Tiere manchmal als Paraphysa manicata angeboten. Paraphysa manicata ist jedoch ein Synonym für Paraphysa scrofa (s. dort), einer recht klein bleibenden Vogelspinne, die mit der hier gezeigten Art keinerlei Ähnlichkeit hat.

Wichtige Anmerkung: Aufgrund einer Anfrage von Dirk B. in unserem Forum bezüglich dieser Art wurden wir darauf aufmerksam, daß die Art, die wir hier als Paraphysa Spec. blau bezeichnen, inzwischen auch als Thrixopelma pruriens bezeichnet wird. Da wir Thrixopelma pruriens ebenfalls in der Vogelspinnenwelt vorstellen und beide Tiere vom Aussehen und insbesondere vom Verhalten her recht verschieden sind, hat uns das natürlich stutzig gemacht. Volker von Wirth verdanken wir den Hinweis, daß es sich laut Ferry Pribik, einem Spezialisten für diese Tiere, sowohl bei den als Paraphysa Spec. bezeichneten Tieren, als auch bei den als Thrixopelma pruriens bezeichneten Tieren in der Regel um Vogelspinnen der Gattung Homoeomma handelt. Eine nähere Bestimmung der beiden Tiere scheint noch nicht vorzuliegen. Wir führen das hier vorgestellte Tier daher jetzt erst mal als Homoeomma Spec.1. Das Spec. 1 haben wir selbst hinzugefügt, um sie von (Ex-)Trixopelma pruriens, die wir bis auf weiteres als Homeomma Spec. 2 bezeichnen, zu unterscheiden.

 

 

 

 

 

 

 

Chilobrachys huahini

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Thailand

Dies ist eine recht groß werdende Art, die ein Körperlänge von bis zu 10 cm erreichen kann. Wir pflegen z.Zt. zwei Jungtiere dieser Art. Diese Vogelspinne ist am ganzen Körper hellbraun-orange gefärbt. Sie ist nachtaktiv. Tagsüber sieht man sie so gut wie nie. Bisher haben sich unsere Tiere viel weniger aggressiv gezeigt, als wir erwartet hatten. Das kann sich mit zunehmendem Alter natürlich noch ändern. Diese Art braucht verhältnismäßig hohe Temperaturen (zwischen 30° und 37°) und Luftfeuchtigkeit (80% - 90%). Die Tiere bauen sich Höhlen in den Bodengrund, bevorzugt unter Wurzeln. Diese Höhlen werden mit Spinnseide ausgekleidet und auch der Eingang wird mit einem dünnen Netz überzogen. Bei Beschädigung wird diese Netz gleich wieder repariert. In der Höhle sitzen die Tiere dann und warten auf Beute. Die Spinnfäden am Eingang signalisieren sofort, wenn sich ein Beutetier in der Nähe des Eingangs befindet. Manchmal verlassen die Tiere ihre Höhle auch und gehen aktiv auf die Jagd. Unserer Meinung nach ist dies eine sehr schöne, interessante Vogelspinne.

 

 

 

 

 

 

 

Cyclosternum Spec. Peru

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Peru

Dieses Tier haben wir unter der Bezeichnung Grammostola Peru Spec. blau bekommen. Laut Rick West handelt es sich jedoch um eine Cyclosternum Spec. Peru. Das Weibchen auf den beiden Fotos hat eine Körperlänge von ca. 5 cm und ist damit wahrscheinlich ausgewachsen. Es handelt sich also um eine kleinere Art. Unser Weibchen ist recht friedlich und auch häufiger außerhalb ihres Unterschlupfes zu sehen. Sie mag es mehr trocken als feucht und auch nicht so warm. Die Fotos sind leider etwas unscharf, so daß die schöne blaue Farbe, insbesondere auf dem Carapax, nicht richtig zur Geltung kommt. Die Behaarung ist rötlich-braun. Die Tiere werden bisher nur sehr selten angeboten und die Preise sind entsprechend hoch.

 

 

 

 

 

 

 

Nhandu carapoensis

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Brasilien

Hierbei handelt es sich um eine sehr friedliche Art, jedoch mit unterschiedlichem Verhalten. Einige Tiere sind sehr ruhig, bombardieren nie und kommen auch recht leicht auf die Hand. Andere wiederum sind etwas nervöser und bombardieren auch. Insbesonder Jungtiere dieser Art können sich leicht nervös zeigen und bombardieren. Mit zunehmendem Alter kann sich das aber ändern. Die Tiere brauchen Temperaturen ab 28°, fühlen sich aber wohler, wenn es noch etwas wärmer ist. Sie sind oft außerhalb des Unterschlupfes zu sehen.

Auf den beiden Fotos sind Jungtiere zu sehen. Die Art kann eine Körperlänge von bis zu 8 cm erreichen und gehört damit zu den größeren Vogelspinnenarten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ephebopus rufescens

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Franz. Guayana

Dies ist eine neue Ephebopus-Art, die erst im Jahre 2000 zum ersten Mal beschrieben wurde. Sie gehört wahrscheinlich, wie auch die anderen drei bisher bekannten Ephebopus-Arten, zu den mittelgroßen Vogelspinnen. Wir pflegen diese Art erst seit kurzem und können daher aus eigener Erfahrung noch nicht viel über diese Tiere sagen. Bisher haben sich unsere beiden Tiere als relativ aggressiv erwiesen. Sehr interessante Art, besonders, da noch nicht so viel über diese Tiere bekannt ist. Leider ist das Foto arg verschwommen, so daß das Aussehen des Tieres nur zu erahnen ist. Wir werden es demnächst durch ein besseres Foto ersetzen.