Aphonopelma caniceps

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Mexiko

Aphonopelma caniceps ist eine weitere, sehr schön gefärbte Aphonopelma-Art, die inzwischen auch hin und wieder mal angeboten wird. Besonders auffällig ist ihr goldfarbener Carapax, der besonders bei frisch gehäuteten Tieren aussieht, als wäre er mit Gold überzogen. Diese Tatsache hat in der Vergangenheit hin und wieder einige gewissenlose Händler dazu verführt, Jungtiere dieser Art als Goldrückenvogelspinne anzubieten, um sie besser und teurer zu verkaufen, da "Goldrückenvogelspinne" auch der deutsche Name für die sehr teure Brachypelmides ruhnaui ist. Die beiden Arten sind jedoch, trotz einiger Ähnlichkeiten bei den Jungtieren, recht gut von einander zu unterscheiden. Aphonopelma caniceps hat sich bei uns bisher als recht friedlich erwiesen. Sie läßt sich sogar ziemlich leicht auf die Hand nehmen. Sie ist hauptsächlich nacht- manchmal aber auch tagaktiv. Die Art kann eine Körperlänge von gut 7 cm erreichen. In ihrer Heimat im zentralmexikanischen Hochland ist die Luftfeuchtigkeit nicht allzu hoch. Die Tiere sollten daher nur leicht feucht gehalten werden. Wenn die Luftfeuchtigkeit des Raumes bei etwa 60% liegt, reicht das in der Regel, so daß die Luftfeuchtigkeit im Terrarium nicht noch zusätzlich erhöht werden muß. Wirklich sehr schöne Art, mit der es auch Anfänger versuchen können.

 

 

 

 

 

 

Pamphobeteus vespertinus

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Ecuador

Dies ist eine mittelgroße sehr schön gefärbte Pamphobeteus-Art. Charakteristisch ist die deutlich sichtbare kupferrote Flammenzeichnung auf dem Carapax zu beiden Seiten der Augen. Die Tiere sind zudem sehr friedlich und lassen sich auch auf die Hand nehmen. Unser subadultes Weibchen hat auch noch nie bombardiert. Insgesamt ähnelt das Verhalten dieser Art dem Verhalten von Pamphobeteus ultramarinus. Pamphobeteus vespertinus ist allerdings nicht so neugierig und eher scheu. Die Art ist selten erhältlich und wird manchmal, mangels Wissen, auch unter falscher Bezeichnung angeboten. So wurde uns unser Tier vom Verkäufer als Pamphobeteus ultramarinus angeboten, obwohl die Flammenzeichnung auf dem Carapax deutlich sichtbar war.

 

 

 

 

 

 

Eupalaestrus weijenberghi

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Argentinien, Uruguay

Eupalaestrus weijenberghi hat schon einige Namensänderungen erlebt. Ursprünglich war sie als Pterinopelma saltator bekannt, wurde dann in die Gattung Aphonopelma gestellt und eine Weile als Aphonopelma saltator geführt. Jetzt wird sie in die Gattung Eupalaestrus gestellt. Als Pterinopelma saltator war diese Vogelspinne wegen ihres friedlichen Verhaltens lange Zeit sehr gesucht. Nur wenige wußte jedoch von der Namensänderung aufgrund der neuen Gattungszuordnung. Zeitweise schien es, als sei diese Vogelspinne regelrecht verschwunden. Inzwischen werden die Tiere aber wieder von Zeit zu Zeit angeboten, allerdings zu recht hohen Preisen. Charakteristisch für Eupalaestrus weijenberghi ist der - im Verhältnis zur Gesamtgröße des Tieres - große, eiförmige Hinterleib. Sie wird nicht sehr groß. Die Körperlänge ausgewachsener Weibchen beträgt so um die 5 cm. Diese Art liebt es mehr trocken als feucht und ist kein allzu großer Fresser. Ann Webb bezeichnet diese Spinne als "...die wahrscheinlich friedlichste Vogelspinne der Welt..." und "...es scheint fast so, als käme sie gerne auf die Hand...". Die Tiere sind in der Tat sehr friedlich und zudem sowohl nacht- als manchmal auch tagaktiv. Allerdings kann sie die Bezeichnung "friedlichste Vogelspinne" inzwischen nicht mehr für sich allein beanspruchen. Alle bisher bekannten Eupalaestrus-Arten sind sehr friedlich und auch bei einigen anderen Arten hat sich inzwischen herausgestellt, daß sie in Punkto Friedfertigkeit mit Eupalaestrus weijenberghi konkurrieren können. Die Fotos zeigen ein adultes Weibchen. Die beiden Fotos oben rechts und links zeigen das Tier ein paar Wochen vor einer Häutung. Die beiden Fotos unten rechts und links zeigen dasselbe Tier zwei Wochen nach einer Häutung. Deutlich ist die Veränderung der Farbe zu erkennen. Während auf den oberen Fotos die Farben beige und Braun vorherrschen, sind es auf den unteren Fotos die Farben rauchblau und dunkelblau. Wohlgemerkt: es handelt sich um ein und dasselbe Tier.

 

 

 

 

 

 

Lasiodorides polycuspulatus

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Peru, Ecuador

Diese Vogelspinne wurde früher häufig als Pamphobeteus Spec. Peru angeboten. Unsere beiden Tiere haben wir als Spiderlinge bekommen. Inzwischen sind sie subadult und die schöne Färbung ist bereits voll zu sehen. Die Tiere mögen es warm und feucht. Angeblich soll ihre schöne Färbung verblassen, wenn sie trockener und kühler gehalten werden. Ob das nun so stimmt, können wir nich sagen, da wir nicht vorhaben, nur um dies zu überprüfen, unseren Tieren falsche Haltungsbedingungen zuzumuten.

 

 

 

 

 

 

 

Eucratoscelus pachypus

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Kenia, Tansania

Als wir diese Art vor ein paar Jahren zum ersten Mal bei einem Zoohändler sahen, wurde sie uns als "Hummelvogelspinne" angeboten. Sehr wahrscheinlich hat das Aussehen des 4. Beinpaares dieser Spinne, welches in der Tat etwas "hummelartiges" an sich hat, zu dieser Benennung geführt. Die Art wurde anfangs in Deutschland als Eucratoscelus longiceps geführt und erst 1990 von Dr. G. Schmidt und V. v. Wirth richtig beschrieben. Als ein wichtiger äußerlicher Unterschied zu Eucratoscelus longiceps hat sich dabei das Aussehen des 4. Beinpaares erwiesen. Bei Eucratoscelus longiceps sind nur die Tibia des 4. Beinpaares verdickt, zeigen also dieses etwas "hummelartige" Aussehen. Bei Eucratoscelus pachypus sind jedoch auch die Metatarsen des 4. Beinpaares verdickt. Unser Weibchen haben wir erst seit kurzem und können daher aus eigener Erfahrung noch nicht viel sagen. Bisher hat sie sich als relativ aggressiv erwiesen. Sie braucht keine allzu hohe Luftfeuchtigkeit, 60% - 70% genügen. Anders als Eucratoscelus longiceps buddelt sie sich augenscheinlich keine tiefen Höhlen. Unser Tier hat einen von uns vorgebauten Unterschlupf sofort angenommen und bisher noch keine weiteren Grabungsaktivitäten gezeigt. Leider ist das Foto etwas verschwommen.