Nhandu coloratovillosus
Brazilopelma coloratovillosum

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Brasilien

Brazilopelma coloratovillosum wurde inzwischen in die Gattung Nhandu gestellt und heißt jetzt Nhandu coloratovillosus. Diese Art wurde erst 1998 entdeckt. Sie ist wunderschön gefärbt. Der Grundfarbton ist braun und beige. An Femur, Tibia und Tarsus ist sie dunkelbraun bis schwarz. Zwischen Metatarsus und Tarsus befindet sich nochmal ein heller Bereich. Die Behaarung ist hellbraun bis rötlich und besonders an den Beinen recht lang. Wir pflegen ein Weibchen dieser Art, welches wir als juveniles Tier bekommen haben. Sie hat sich bisher als friedlich, aber scheu erwiesen. Keinerlei Angriffsverhalten, bombardiert aber gerne mal. Die Brennhaare verursachen einen etwas stärkeren Juckreiz, als bei den meisten anderen Bombardierspinnen. Nimmt man sie auf die Hand, so bleibt sie entweder einfach sitzen oder beginnt loszulaufen. Sie kann sehr schnell sein. In ihrem Laufverhalten erinnert sie etwas an einige Avicularia-Arten. Ausgewachsene Weibchen dieser Art können eine Körperlänge von bis zu 8cm erreichen.

Von einem anderen Vogelspinnenpfleger wurde uns mitgeteilt, daß sein Tier ziemlich aggressiv ist. Da die Haltungsbedingungen des aggressiven Tieres denen von unserem friedlichen Tier entsprechen, könnte dies ein Hinweis darauf sein, daß sich einzelne Tiere der Gattung Nhandu coloratovillosus recht unterschiedlich verhalten können. Ein solches unterschiedliches Verhalten innerhalb ein und derselben Art ist ja auch von anderen Vogelspinnenarten bekannt.

Die schönen Fotos wurden uns von Denes Gyergyoi aus Ungarn zur Verfügung gestellt. Rechts oben ist ein Weibchen zu sehen und das Bild links zeigt ein Männchen.

 

 

 

 

 

 

Grammostola vachoni

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Argentinien, Bolivien

Dies ist eine Grammostola-Art, die bis jetzt nur äußerst selten angeboten wird. Ein Foto dieser Spinne haben wir bisher noch nirgendwo finden können. Zur Zeit pflegen wir drei subadulte Tiere, die wir als Grammostola vachoni bekommen haben. Leider können wir uns nicht völlig sicher sein, ob es wirklich echte Vachonis sind, da uns der Vergleich fehlt. Das Foto rechts zeigt eines unserer drei Tiere. Leider ist das Foto etwas unscharf, so daß die Färbung nicht gut zur Geltung kommt. Es handelt sich um sehr schön gefärbte und sehr friedliche Tiere. Die Grundfärbung ist rauchblau, mit längerer heller Behaarung. Auch im Geschlechtsbereich sind die Tiere ziemlich stark behaart. Bei entsprechendem Lichteinfall wirkt die Behaarung fast orange, so daß die Tiere blau-orange gefärbt aussehen, besonders nach einer Häutung. Natürlich kann diese intensive Färbung mit zunehmendem Alter verblassen. Bis jetzt haben wir noch kein adultes Tier dieser Art gesehen. Die Tiere sollen aus kühleren Hochlagen stammen. Daher kann man bei entsprechender Raumtemperatur (ab ca. 22°) bei dieser Art auf eine zusätzliche Beheizung verzichten. Wenn das Terrarium hell genug steht (natürlich keine direkte Sonneneinstrahlung), kann auch auf eine zusätzliche Beleuchtung verzichtet werden. Etwa ein Drittel der Erde im Terrarium sollte trocken gehalten werden, der Rest leicht feucht. Unsere Tiere sind aktiv, friedlich und kommen leicht auf die Hand. Wegen ihrer Friedfertigkeit und ihrer relativen Anspruchslosigkeit wäre sie als Anfängerspinne bestens geeignet. Die Preise für diese Art, wenn sie denn mal angeboten wird, sind jedoch sehr hoch.

 

 

 

 

 

 

Theraphosa blondi

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Venezuela, Franz. Guayana, Brasilien

Was soll man über diese Spinne noch großartig schreiben. Jeder Vogelspinnenliebhaber, selbst wenn er oder sie gerade erst mit diesem Hobby anfängt, kennt Theraphosa blondi. Die bisher größte und schwerste bekannte Vogelspinnenart gehört, trotz ihrer Aggressivität und der Tatsache, daß sie tagsüber nur selten außerhalb ihres Unterschlupfes zu sehen ist, seit Jahren zu den begehrtesten Vogelspinnen. Für Anfänger ist sie aufgrund ihrer Aggressivität nicht geeignet, aber davon lassen sich die wenigsten abschrecken. Die Tiere sind wahre Fressmaschinen. Neben ihrer beachtlichen Größe von gut 12 cm Körperlänge mit einer Beinspannweite von bis zu 28 cm erreichen sie auch ein beachtliches Alter. Theraphosa blondi ist nicht nur jederzeit bereit zuzubeißen, sie bombardiert auch äußerst gern. Selten sieht man ein adultes Tier mit vollständiger Abdominalbehaarung. Zudem können die Tiere bei starker Reizung deutliche Stridulationsgeräusche von sich geben.

Das kleine Foto oben rechts ist ein Foto unserer Blondi. Das zweite Foto ist eines der Fotos, die uns von Wolfgang Schell zur Verfügung gestellt wurden.

Hier gibt's noch mehr Blondi-Fotos von Wolfgang Schell:

 

 

 

 

 

 

Aphonopelma borelli

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Paraguay

Hierbei handelt es sich um eine recht ansprechend gefärbte, nicht allzu groß werdende Aphonopelma-Art. Die maximale Körperlänge liegt bei 5 - 6 cm. Die Tiere sind sehr friedlich, manche etwas temperamentvoller als andere. Obwohl Aphonopelma borelli zu den Bombardierspinnen zählt, muß man sie schon sehr erschrecken, damit sie sich dieser Verteidigungsmöglichkeit bedient. Kann auch auf die Hand genommen werden. Die Art ist zwar schon lange bekannt, bei uns aber eher selten anzutreffen. Die Tiere sollten gut feucht (aber nicht nass) gehalten werden. Auch Anfänger können es mit dieser Art probieren. Auf den beiden Fotos sind Jungtiere dieser Art zu sehen.