Acanthoscurria antillensis

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Kleine Antillen

Die Art gilt als aggressiv, was wir bestätigen können. Die Körperlänge der adulten Weibchen soll ca. 6 - 7 cm betragen. Das Tier auf dem Foto ist ein Männchen, das gerade die Reifehäutung hinter sich hat.

 

 

 

 

 

 

Acanthoscurria geniculata

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Brasilien

Schön und aggressiv. Die Tiere werden recht groß, bis zu 9 cm Körperlänge. Sie fressen sehr viel. Einige unserer Jungtiere haben noch ein paar Tage vor einer Häutung gefressen. Das Tier auf dem Foto ist eines dieser Jungtiere.

 

 

 

 

 

 

Acanthoscurria musculosa

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Paraguay

Auch diese Art soll recht groß werden. Unsere Tiere sind allerdings noch Spiderlinge. Acanthoscurria musculosa gilt außerdem als sehr aggressiv und ihr Gift soll zu mit zu den stärksten Giften südamerikanischer Vogelspinnen gehören. Schon unsere Spiderlinge zeigen bereits Ansätze von Angriffsverhalten, wenn sie versorgt werden. Die Tiere sind nichts für Anfänger.

 

 

 

 

 

Acanthoscurria ferina

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Brasilien, Peru, Uruguay

Dieses Tier wurde uns als Ephebopus Spec. angeboten, mit dem phantasievollen deutschen Namen "Goldhaarvogelspinne". Angeblich eigene Nachzucht. Wir sind uns aber ziemlich sicher, daß es sich um einen Wildfang handelt. Auch die Zuordnung zur Gattung Ephebopus erschien uns sehr zweifelhaft. Es schien sich eher um eine Acanthoscurria-Art zu handeln. Inzwischen ist klar, daß es sich um Acanthoscurria ferina handelt. Unser Weibchen ist nicht allzu groß, Körperlänge ca. 4 cm. Die dunkle Farbe des Tieres auf dem Foto täuscht etwas. Im Original ist es etwas heller und die Grundfärbung ist mehr schokoladenbraun. Die Färbung der Beine ist etwas dunkler mit goldenen Ringen zwischen allen Beingliedern, die auf dem Foto gut zu erkennen sind. Unser Tier ist hauptsächlich nachtaktiv, kein allzu großer Fresser und - im Gegensatz zu den meisten Acanthoscurria-Arten - nicht allzu aggressiv.

 

 

 

 

 

 

Aphonopelma chalcodes

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Grenzgebiet Mexiko und Arizona (USA)

Diese Tiere wurden von Händlern früher auch unter dem Namen "Blonde Vogelspinne" angeboten, wahrscheinlich aufgrund ihrer hellen Behaarung. Auch die Grundfärbung ist heller als bei den meisten anderen Vogelspinnenarten. Das Abdomen ist mittelbraun, Carapax und Beine sind hellbraun bis beige. Auch die Behaarung ist hellbraun bis beige. Die Art wurde früher als etwas aggressiv eingestuft. Wir können das von unseren beiden Tieren jedoch nicht bestätigen. Sie sind sehr friedlich, kommen leicht auf die Hand und lassen sich sogar etwas an den Beinchen kraulen. Drollig ist das Fluchtverhalten, was eine der beiden bei uns zeigt: bei zu starker Belästigung flieht sie auf das Rindenstück ihrer Behausung. Diese hat dort, wo es an die Terrarienwand grenzt eine Einbuchtung, fast ein Loch. Dort steckt die Spinne dann ihren Carapax hinein. Der Rest bleibt draußen. Das Ganze ähnelt etwas der Vogel-Strauß-Taktik: Kopf in den Sand stecken. Schaltet man abends in der Nähe des Terrariums eine Lampe mit einer blauen Birne ein, so kommt die Schönheit dieser Spinne erst richtig zur Geltung. Das Terrarium wirkt dann wie eine Nachtlandschaft bei Mondlicht und die helle Spinne hebt sich wunderschön in dieser Mini-Landschaft ab.

 

 

 

 

 

 

Aphonopelma pallidum

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: Mexiko

Früher wurde diese Spinne in die Gattung Brachypelma gestellt und als Brachypelma pallidum angeboten. Der Carapax wirkt fast goldfarben, Beine und Abdomen dagegen dunkelgrau bis grau. Die Tiere sind in ihrer Jugend ziemlich temperamentvoll, was manchmal auch als Angriffslust missverstanden wird. Mit zunehmendem Alter werden sie aber immer ruhiger und lassen sich auch anfassen. Bombardiert wird eigentlich recht selten. Die Spinne kann auch von Anfängern gehalten werden, da sie einfach zu pflegen ist. Unsere erste Pallidum haben wir in einer Zoohandlung gekauft, wo sie in einem viel zu kleinen, trockenen und verdreckten Behälter saß. Zu Hause haben wir dann gemerkt, daß dem Tier überdies noch eine Chelizerenklaue fehlte. Möglicherweise hat die Spinne mit aller Macht versucht, ihrem Gefängnis in der Zoohandlung zu entkommen und sich dabei eine Chelizerenklaue abgerissen. Glücklicherweise waren nach der nächsten Häutung dann wieder beide Chelizerenklauen vorhanden.

Hinweis: Von H.-W. Auer wurden wir darauf aufmerksam gemacht, daß z.Zt. Tiere unter der Bezeichnung Aphonopelma pallidum angeboten werden, bei denen es sich um Hybriden zwischen Brachypelma albopilosum und Brachypelma emilia handelt. Diese sollen eine "emiliaähnliche" Zeichnung auf dem Carapax haben, an der sie zu erkennen sind. Schaut euch also beim Kauf einer Aphonopelma pallidum das Tier genau an.

 

 

 

 

 

 

Aphonopelma seemanni

Bodenbewohner

Verbreitungsgebiet: fast über ganz Südamerika verbreitet

Aphonopelma seemanni kommen in zwei Farbvarianten vor: braun-beige und blau-beige. Die blaue Farbvariante ist besonders begehrt, aber seltener. Die Tiere sind recht anspruchslos und keine großen Fresser. In der Regel werden sie als etwas aggressiv eingestuft. Auch unser Tier verhielt sich anfangs leicht aggressiv, mit der Zeit hat sich das allerdings ziemlich gelegt. Seemannis fressen manchmal monatelang nichts, um dann plötzlich doch wieder Nahrung zu sich zu nehmen. Eine Seemanni, die nicht frißt befindet sich daher nicht unbedingt in einer Häutungsvorbereitung. Es kann auch einfach eine längere Fresspause sein. Bei Seemannis ist es daher besonders wichtig, die Häutungsdaten schriftlich festzuhalten, um festzustellen, ob eine Häutung bevorstehen könnte oder nicht. Auf dem Foto rechts ist ein adultes Weibchen zu sehen. Die Farben wirken teilweise etwas dunkler, als sie in natura sind, besonders auf den Femuren. Das Foto links ist zwar etwas verschwommener zeigt aber die Farben etwas realistischer. Es handelt sich auf beiden Fotos um dasselbe Weibchen. Die Körpergröße des Tieres beträgt ca. 6,5 cm.